LAuRA ANDRANI im Kölner Stadtanzeiger – » Italienische Mode und Pariser Schick in DellbRÜCK«

Mit ihrem neuen Atelier „Die feine Kölner Naht“ ist Schneiderin Laura Andrani Teil der positiven Geschäftsentwicklung im Quartier

 

Dellbrück. Die Dellbrücker Hauptstraße nördlich der Bergisch Gladbacher Straße entwickelt sich zunehmend zu einer Geschäftsmeile. Innerhalb kürzester Zeit haben sich mehrere neue Geschäfte angesiedelt, hat Engelbert Hock, der

Vorsitzende des Bürgervereins Dellbrück, festgestellt.

 

Eines davon ist das Atelier von Laura Andrani. Die Maßschneiderin italienischer Abstammung hat Ende September

ihren Laden eröffnet. „Schon als kleines Mädchen habe ich Prinzessinnenkleider für meine Puppen genäht. Der Wunsch, etwas Schönes für Frauen zu schneidern, hat mich mein Leben lang angetrieben“, sagt sie.

 

Für die Schneidermeisterin ist die Eröffnung des Ateliers auch der Einstieg in die Selbstständigkeit. Zwei Jahrzehnte lang hat sie

bei Kölner Designern und Produktionsfirmen für Braut- und Abendmode gearbeitet. Doch bereits in dieser Zeit hat sie Kostüme für Theater- und Musicalshows entworfen. Andrani: „Zu der Szene habe ich guten Kontakt,  weil ich selbst getanzt und gesungen habe.“

 

In ihrem eigenen Atelier fertigt die Schneiderin Mode ausschließlich für Mädchen und Frauen – natürlich alles nach Maß. Änderungen an Kleidern dagegen nimmt sie nur in Ausnahmefällen vor: „Viele Leute kommen rein und denken, das ist hier eine Änderungsschneiderei“, sagt sie. Doch entsprechende Wünsche erfüllt sie lediglich bei Braut- und Abendkleidern. -

 

Laura Andrani liebt vornehme Kleidung – und trägt ihre Kreationen gern auch selbst. 


Andrani hat sich auf Mode für besondere Anlässe spezialisiert. Unter anderem näht sie Kommunionskleider sowie Abendroben und

Brautmode. Außerdem fasziniert die Schneiderin die schlichte Eleganz von Businesskleidung. Andrani lässt sich bei der Arbeit von

italienischer Mode inspirieren., doch auch französische Einflüsse gehören dazu: „Pariser Schick finde ich toll“, sagt Andrani. Sie hat

auch schon eigene Kollektionen geschaffen. Ihre Stoffe wählt die Unternehmerin sorgfältig aus. Ihre Ware bezieht sie vor allem aus

kleinen europäischen Webereien. Das Material reicht von feiner Seide über gröbere Stoffe aus Wolle oder Baumwolle bis zu Stepp.

 

Andrani: „Ich lege Wert darauf, dass die Stoffe erstklassig sind.“ Ihre Kunden ermuntert die Schneiderin, am Entwurf für die Kleider mitzuwirken. Andrani berät sie bei der Auswahl der Stoffe und Farben. Sie erklärt ihnen, wo Nähte sinnvoll sind oder nicht.

 

Auf Wunsch ist auch eine vollständige Typ-Beratung möglich. Andrani plant, ihre Angebotspalette zu erweitern: „Ich suche vor allem nach Accessoires, die zu meiner Mode passen.“ Erste Geschäftspartner hat sie bereits gefunden. Sabine Emrich, Schmuckdesignerin mit einem Geschäft gegenüber, hat ihr eine Vitrine mit Modeschmuck zur Verfügung gestellt. Auch eine Kundin werde etwas beisteuern. „Sie fertigt zu Hause unter anderem Stulpen und Handschuhe an, die sie mir anbietet“, sagt Andrani. Jetzt sei sie neugierig, wer ihr weitere Sachen anbietet. Allerdings: „Ich suche Accessoires nur von Leuten, die sie auch selbst herstellen.“

 

Engelbert Hock vom Bürgerverein ist mit der Ansiedlung neuer Geschäfte im Norden der Dellbrücker Hauptstraße zufrieden: „Die vielen leerstehenden Ladenlokalein dem Abschnitt haben mit bislang Sorgen bereitet.“ Er begrüße auch, dass es sich vornehmlich um

Einzelunternehmer und nicht um Filialisten handelt. Hock: „Qualität ist besser als Massenware.“

 

Quelle: Uwe Schäfer, Kölner Stadtanzeiger, Foto: aef